Hast du dich auch schon einmal gefragt, ob sich eine Heißluftfritteuse für deine Küche lohnt?
Du siehst sie überall. In Reels, in Storys, in Produkttests. Gefühlt dreht sich gerade alles um knusprige Snacks aus dem Airfryer, schnelle Mittagessen oder gesunde Gerichte mit wenig Öl. Gleichzeitig ist die Auswahl riesig: eine Schublade oder zwei, quer oder Turm-Modell, mit Glasbehälter, mit Dampf-Funktion – und preislich gibt es ebenfalls große Unterschiede.
Vielleicht denkst du dir: Brauche ich das wirklich? Oder steht das Gerät am Ende nur herum?
Ich nutze Heißluftfritteusen inzwischen seit über acht Jahren. Mein erstes Modell stand in meiner Küche, als kaum jemand so ein Gerät hatte. Seitdem habe ich verschiedene Modelle ausprobiert, getestet und ganz unterschiedlich im Alltag eingesetzt – für schnelle Beilagen, komplette Mahlzeiten, Snacks und sogar Süßes.

In diesem Beitrag erfährst du alles, was du wissen solltest:
- wie eine Heißluftfritteuse funktioniert
- welche Modelle es gibt
- wie es mit dem Stromverbrauch im Vergleich zum Backofen aussieht
- welches Zubehör wirklich sinnvoll ist
- und für wen sich ein Airfryer wirklich lohnt
Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?
Eine Heißluftfritteuse arbeitet mit sehr heißer, schnell zirkulierender Luft. Anders als bei einer klassischen Fritteuse brauchst du kein Ölbad. Die starke Umluft sorgt dafür, dass Speisen außen knusprig werden und innen saftig bleiben.
Im Vergleich zum Backofen ist der Garraum deutlich kleiner. Dadurch heizt das Gerät schneller auf und braucht in der Regel weniger Zeit für kleinere Portionen. Wenn du also nur zwei Brötchen, ein Hähnchenfilet oder eine Portion Gnocchi zubereitest, muss nicht der komplette Ofen aufgeheizt werden.
Ein Airfryer ersetzt keinen Backofen vollständig – aber er ergänzt ihn sehr sinnvoll.

Welche Modelle gibt es?
Die Auswahl ist inzwischen groß. Damit du den Überblick behältst, hier die wichtigsten Varianten.
Klassische Modelle mit einer großen Schublade
Ein Korb, eine Garkammer, das ist die klassische Variante, mit der alles angefangen hat.
Sie eignen sich besonders für:
- Singles
- Paare
- kleinere Portionen
- Einsteiger
Beliebte Hersteller sind unter anderem Philips, Ninja, COSORI, oder Tefal. Diese Geräte sind kompakt, einfach zu bedienen und ideal, wenn du zunächst testen möchtest, ob ein Airfryer zu deinem Alltag passt.
Airfryer mit zwei Schubladen (Dual Zone)
Diese Geräte besitzen zwei getrennte Garkammern. Du kannst unterschiedliche Temperaturen und Garzeiten gleichzeitig einstellen. Das ist besonders praktisch, wenn du für mehrere Personen kochst oder Hauptgericht und Beilage gleichzeitig fertig haben willst.
Empfohlene Modelle
- Ninja Foodi MAX Dual Zone AF400EU – sehr flexibel durch zwei unabhängige Zonen, insgesamt große Kapazität.
- Philips Airfryer 3000 Series Dual Basket – zwei Körbe, die einzeln oder gemeinsam genutzt werden können.
- COSORI Dual Basket Airfryer – praktische Handhabung, gute Programme für vielseitige Gerichte.
Warum diese Modelle?
Dual Zone Airfryer sind perfekt für Familien oder wenn du gerne mehrere Dinge gleichzeitig zubereitest. Du kannst z. B. Hähnchen in der einen Schublade und Gemüse in der anderen garen, mit unterschiedlichen Temperaturen und Zeiten.
Turm-Modelle (vertikale Bauweise)
Turm-Airfryer sind besonders interessant, wenn du viel Volumen brauchst, aber nur begrenzte Arbeitsfläche hast. Durch die vertikale Bauweise nutzen diese Geräte den Platz nach oben statt in die Breite. Meist arbeiten sie mit zwei übereinander angeordneten Einschüben oder Körben, die du getrennt oder gemeinsam nutzen kannst.
Empfohlene Turm-Modelle
- COSORI Turbo Tower Pro Smart Airfryer, 10,8 L – großes Gesamtvolumen mit moderner Smart-Steuerung, ideal für Familien oder Meal-Prep.
- Philips Airfryer 4000 Series Stacked Dual Basket – zwei übereinander angeordnete Körbe mit bewährter Philips-Technologie.
- Ninja Double Stack XL Heißluftfritteuse – besonders viel Kapazität auf kompakter Stellfläche, flexibel für größere Portionen.
Warum diese Modelle?
Turm-Airfryer sind perfekt, wenn du viel zubereiten möchtest, aber in der Breite nicht viel Platz hast. Du kannst z. B. auf der oberen Ebene Gemüse rösten und unten Fleisch oder Fisch garen – mit unterschiedlichen Temperaturen und Zeiten. So nutzt du den Platz in deiner Küche effizient und bekommst trotzdem mehrere Komponenten gleichzeitig fertig.
Airfryer mit Dampffunktion
Eine neuere Entwicklung sind Heißluftfritteusen mit zusätzlicher Dampffunktion. Diese Geräte kombinieren heiße Umluft mit Dampf. Dadurch werden Speisen außen knusprig, bleiben innen aber besonders saftig.
Gerade bei empfindlicheren Lebensmitteln wie Fisch, Hähnchenbrust oder Gemüse kann das ein echter Vorteil sein. Der Dampf verhindert, dass etwas austrocknet, während die Heißluft für eine schöne Bräunung sorgt.
Auch bei Brot und Teigen spielt Dampf eine wichtige Rolle. Beim Backen sorgt er dafür, dass der Teig besser aufgeht und die Kruste sich schön entwickeln kann. Ein Airfryer mit Dampffunktion kann hier besonders bei kleinen Broten, Brötchen oder Hefeteigen gute Ergebnisse liefern. Die Kombination aus Feuchtigkeit und starker Umluft sorgt für eine lockere Krume und eine aromatische Kruste.
Empfohlenes Modell
- Philips Airfryer mit Dampfgarer – verbindet die bewährte RapidAir-Technologie mit zusätzlicher Feuchtigkeitsregulierung für saftige Ergebnisse.
Warum dieses Modell?
Ein Airfryer mit Dampffunktion ist ideal, wenn du nicht nur knusprige Snacks zubereiten möchtest, sondern auch Wert auf besonders zarte Gerichte und gute Backergebnisse legst. Du kannst zum Beispiel Lachs oder Hähnchen schonend garen, kleine Brote backen oder Hefeteige optimal aufgehen lassen – alles in einem Gerät.
Airfryer mit Glasbehältern
Diese Variante arbeitet nicht mit klassischen Körben, sondern mit transparente Glasbehältern. Das ist besonders praktisch, wenn du gern siehst, wie dein Essen gart.
Empfohlenes Modell
- Ninja CRISPi – innovative Lösung mit zwei Glasbehältern, die gleichzeitig oder einzeln genutzt werden können.
Die Glasbehälter eignen sich außerdem sehr gut zum Servieren oder Aufbewahren.
Multicooker-Modelle mit Airfryer-Funktion
Multicooker verbinden mehrere Kocharten in einem Gerät. Neben Airfryer-Funktion können sie oft auch backen, grillen, dämpfen, slow cooken oder dehydrieren.
Empfohlenes Multicooker-Modell
- Ninja Foodi MAX 12-in-1 – kombiniert Schnellkochen, Airfryer, Grill, Slowcooker und weitere Programme.
Multicooker sind ideal, wenn du ein Gerät suchst, das mehrere Kochmethoden ersetzt.

Stromverbrauch: Airfryer oder Backofen?
Viele fragen sich, ob eine Heißluftfritteuse wirklich energieeffizient ist.
Ein Airfryer hat oft eine Leistung zwischen 1.400 und 2.400 Watt. Das klingt zunächst viel. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Wattzahl, sondern die Kombination aus Leistung und Laufzeit.
Da der Garraum kleiner ist, heizt ein Airfryer schneller auf. Für kleine bis mittlere Portionen ist er deshalb häufig energieeffizienter als ein Backofen, der einen deutlich größeren Innenraum auf Temperatur bringen muss.
Für kleine Mengen – zum Beispiel Brötchen, Kartoffelspalten oder ein Hähnchenfilet – ist der Airfryer in vielen Fällen sparsamer.
Für große Bleche oder mehrere Portionen gleichzeitig bleibt der Backofen sinnvoller.
Es kommt also darauf an, wie du das Gerät nutzen möchtest.
Sinnvolles Zubehör für den Airfryer
Du brauchst kein riesiges Zubehör-Set. Ein paar Dinge machen den Alltag aber deutlich angenehmer. Entdecke meine Tipps für trendiges Zubehör hier.
Ölsprüher
Damit verteilst du einen feinen Ölnebel gleichmäßig auf Gemüse oder Kartoffeln, ohne zu viel Fett zu verwenden.
Backpapier mit Löchern
Es erleichtert die Reinigung und blockiert die Luftzirkulation nicht. Es gibt passendes Backpapier für viele Modelle. Ansonsten schneide es dir einfach passend zurecht.
Magnete für Backpapier
Durch die starke Umluft kann leichtes Backpapier verrutschen. Kleine hitzebeständige Magnete halten es sicher an Ort und Stelle.
Silikoneinsätze oder zusätzliche Roste
Praktisch bei mariniertem Gargut oder wenn du mehrere Ebenen nutzen möchtest. Achte bei der Wahl auf dein Modell.
Was kann man im Airfryer zubereiten?








Passt ein Airfryer zu mir?
Ein Airfryer könnte gut zu dir passen, wenn:
- du häufig kleinere Portionen zubereitest
- du es schnell und unkompliziert magst
- du knusprige Ergebnisse (z.B. Pommes) liebst
- du deinen Backofen nicht jedes Mal aufheizen möchtest
- du gern neue Rezepte ausprobierst
Er ist vielleicht weniger sinnvoll, wenn:
- du fast ausschließlich große Bleche und Familienportionen kochst
- deine Küche kaum Stellfläche bietet
- du ihn nur sehr selten nutzen würdest
Am Ende geht es nicht darum, ob man eine Heißluftfritteuse unbedingt braucht. Es geht darum, ob sie deinen Alltag erleichtert.
Nach vielen Jahren Nutzung kann ich sagen: Wenn der Airfryer regelmäßig im Einsatz ist, wird er schnell zum festen Bestandteil der Küche. Und genau dann lohnt sich die Investition.






Danke dafür! 😉