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Buttermilchbrot mit wenig Hefe – einfaches Brotrezept ohne Sauerteig

Unglaublich gutes Buttermilchbrot mit nur ½ g Hefe
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Dieses Buttermilchbrot gehört zu den einfachsten Brotrezepten überhaupt. Der Teig wird nur kurz verknetet und darf anschließend ganz entspannt 24 Stunden ruhen. In dieser Zeit entwickelt sich ein wunderbar aromatisches Brot. Es gelingt ganz ohne Sauerteig und mit nur einer winzigen Menge Hefe. Außen wird das Brot super knusprig, innen bleibt es weich und saftig. Dieses unkomplizierte Brotrezept, gelingt ohne viel Backerfahrung und schmeckt wie vom Bäcker (oder vielleicht sogar besser?!).

Einfaches Buttermilchbrot – wenig Hefe, knusprige Kruste

einfaches Rezept für leckeres Brot mit wenig Hefe

Dieses Brot habe ich in den letzten Wochen wirklich ständig gebacken – teilweise jede Woche. Es hat mich einfach komplett begeistert. Es sieht jedes Mal ein bisschen anders aus. Mal schneide ich es ein, mal bestäube ich es mit Mehl. Manchmal backe ich es mit einer Mischung aus Weizen- und Dinkelmehl, manchmal nur mit Weizen. Ich habe inzwischen viele Varianten ausprobiert und es wird einfach immer richtig gut. Manchmal frage ich mich, warum ich bisher immer so viel Hefe verwendet habe, wenn es doch so viel besser schmeckt und dennoch so einfach ist.

Der Aufwand hält sich wirklich in Grenzen. Der Teig wird einmal geknetet, ich mache das mittlerweile am liebsten im Thermomix, und darf dann ganz in Ruhe 20 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur gehen. Zwischendurch wird er nur ein- bis zweimal gefaltet, danach wird er zum Brot geformt und gebacken.

Auch die Kinder lieben das Brot. Besonders viel Spaß macht jedes Mal der erste Anschnitt. Den habe ich gestern zusammen mit meinem Sohn gemacht und er war auch total gespannt. Beim Probieren sagte er ganz begeistert: „Mama, das Beste ist immer der Rand.“

Brot mit Buttermilch und 24-Stunden-Teig – so einfach geht’s

Diese Zutaten brauchst du für dein Buttermilchbrot

✔️Mehl

Am Anfang habe ich dieses Brot nur mit Weizenmehl gebacken. Später habe ich verschiedene Varianten ausprobiert und auch Dinkelmehl ergänzt. Besonders gut gefällt mir inzwischen die Kombination aus Weizenmehl Type 550 und Dinkelmehl Type 630, damit wird das Brot schön locker und bekommt eine tolle Kruste.

Wenn du andere Mehlsorten ausprobieren möchtest, ist das grundsätzlich kein Problem. Wichtig ist nur, dass sich je nach Mehl auch die benötigte Wassermenge verändern kann. Manche Mehlsorten nehmen mehr Flüssigkeit auf, andere etwas weniger.

✔️ Wasser & Hefe

Löse die Hefe am besten zuerst im handwarmen Wasser auf. So verteilt sie sich später gleichmäßig im Teig und kann direkt aktiv werden.

Für dieses Brot brauchst du wirklich nur eine winzige Menge Hefe – etwa ½ Gramm. Viele Küchenwaagen können so kleine Mengen allerdings nicht genau messen. In diesem Fall kannst du auch bis zu 1 Gramm Hefe verwenden.

Durch die lange Ruhezeit von etwa 24 Stunden reicht diese kleine Menge völlig aus. Der Teig entwickelt sich ganz langsam und bekommt dadurch eine besonders lockere Krume und viel Aroma.

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✔️ Buttermilch

Die Buttermilch sorgt dafür, dass das Brot besonders saftig wird. Gleichzeitig bringt sie eine leichte Säure in den Teig. Das unterstützt die lange Teigruhe und sorgt dafür, dass sich Geschmack und Struktur im Brot besser entwickeln können. Außerdem hilft Buttermilch dabei, dass die Krume später schön locker wird und das Brot länger frisch bleibt.

✔️ Salz

Salz sorgt natürlich für Geschmack, hat beim Brotbacken aber noch eine weitere wichtige Aufgabe. Es stärkt die Struktur des Teiges und hilft dabei, dass das Brot beim Backen seine Form behält.

Unglaublich gutes Buttermilchbrot mit nur ½ g Hefe

So backst du dein eigenes Buttermilchbrot

1️⃣ Teig vorbereiten

Gib das Mehl in eine große Schüssel. Löse die Hefe im handwarmen Wasser auf. Rühre anschließend Buttermilch und Salz ein und gib die Flüssigkeit zum Mehl.

Knete die Zutaten zu einem weichen und nur leicht klebrigen Teig.

Wenn du einen Thermomix oder eine Küchenmaschine verwendest, kannst du den Teig etwa 3 Minuten kneten. Dadurch verbinden sich die Zutaten gut und der Teig bekommt eine erste Struktur.

2️⃣ Teig 24 Stunden ruhen lassen

Decke die Schüssel mit einem Deckel, Folie oder einem feuchten Küchentuch ab und lasse den Teig etwa 20-24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Ideal sind ungefähr 20–22 °C.

In dieser Zeit arbeitet die kleine Menge Hefe ganz langsam und der Teig entwickelt sein Aroma. Gleichzeitig entsteht die Struktur, die später für die lockere Krume sorgt.

3️⃣ Teig einmal oder zweimal falten

Damit das Brot später eine schöne Struktur bekommt, wird der Teig während der Ruhezeit ein- bis zweimal gefaltet (quasi alle 8 Stunden).

Greife dafür den Teig am Rand der Schüssel, ziehe ihn vorsichtig nach oben und lege ihn zur Mitte des Teiges. Wiederhole das rundherum etwa vier- bis fünfmal. Dadurch bekommt der Teig mehr Spannung.

4️⃣ Brot formen

Nach der Ruhezeit gibst du den Teig vorsichtig auf eine gut bemehlte oder geölte Arbeitsfläche. Mit bemehlten Händen faltest du den Teig locker zu einer runden Kugel.

5️⃣ Stückgare im Gärkörbchen

Lege den Teig mit dem Schluss nach unten in ein gut bemehltes Gärkörbchen. Wenn du kein Gärkörbchen hast, funktioniert auch eine Schüssel mit einem bemehlten Küchentuch sehr gut.

Decke den Teig ab und lasse ihn etwa 45 bis 60 Minuten gehen.

6️⃣ Ofen und Topf vorheizen

Stelle einen gusseisernen Topf mit Deckel in den Backofen. Heize den Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vor und lasse den Topf mindestens 20 bis 30 Minuten mit aufheizen.

Der heiße Topf sorgt später dafür, dass das Brot eine besonders schöne Kruste bekommt.

7️⃣ Brot backen

Nimm den heißen Topf vorsichtig aus dem Ofen. Stürze den Teig aus dem Gärkörbchen direkt in den Topf, sodass der Schluss nun oben liegt. Dadurch reißt das Brot beim Backen rustikal auf. Du kannst nun zusätzlich das Brot mit einem scharfen Messer einschneiden.

Setze den Deckel auf den Topf. Reduziere die Temperatur auf 230 °C und backe das Brot etwa 45 Minuten.

8️⃣ Brot auskühlen lassen

Nimm das Brot nach dem Backen aus dem Topf und lasse es auf einem Gitter vollständig auskühlen.

Schneide es erst an, wenn es abgekühlt ist. So kann sich die Krume stabilisieren und das Brot lässt sich später besser schneiden.

Tipps für dein perfektes knuspriges Buttermilchbrot

✔️ So backst du Brot mit wenig Hefe

Bei diesem Brot reicht wirklich eine winzige Menge Hefe aus. Durch die lange Ruhezeit von etwa 24 Stunden kann sich der Teig ganz langsam entwickeln. Genau dadurch entsteht das besonders aromatische Brot mit lockerer Krume und knuspriger Kruste. Es ist jedes Mal erstaunlich, wie gut das mit so wenig Hefe funktioniert. Und noch wichtiger, wie viel besser es schmeckt.

✔️ Die lange Teigruhe lohnt sich

Während der 24 Stunden Ruhezeit entwickelt der Teig ganz in Ruhe seine Struktur und sein Aroma. Genau das macht dieses Brot so besonders. Wichtig ist nur, dass der Teig gut abgedeckt ist, damit er nicht austrocknet. Ein Deckel, Frischhaltefolie oder ein Küchentuch funktionieren dafür perfekt.

✔️ Brot ohne Gärkörbchen backen

Du brauchst für dieses Brot kein spezielles Gärkörbchen. Eine einfache Schüssel funktioniert genauso gut. Lege einfach ein Küchentuch hinein und bestäube es gut mit Mehl. So lässt sich der Teig später ganz leicht herausstürzen.

✔️ Der richtige Topf für eine schöne Kruste

Ein gusseiserner Topf mit Deckel eignet sich besonders gut zum Brotbacken. Er speichert die Hitze optimal und sorgt dafür, dass das Brot eine richtig schöne, knusprige Kruste bekommt. Wichtig ist, dass der Topf gut vorgeheizt wird.

✔️ So bleibt das Brot lange frisch

Am besten bewahrst du das Brot in einem Brotkasten oder in einem sauberen Küchentuch auf. So bleibt die Kruste schön knusprig und das Brot trocknet nicht so schnell aus. Du kannst das Brot auch problemlos einfrieren, am besten in Scheiben, dann lässt es sich später ganz einfach auftauen. Und du kannst es auch richtig lecker wieder auftoasten.

✔️ Wie soll dein Brot denn heute aussehen?

Du kannst das Brot jedes Mal etwas anders machen. Manchmal bestäube ich den Teig vor dem Backen einfach mit etwas Mehl. Manchmal schneide ich ihn mit einem scharfen Messer ein. Beides funktioniert wunderbar und sorgt dafür, dass das Brot beim Backen schön aufreißt. Dadurch sieht jedes Brot ein bisschen anders aus – und genau das macht selbst gebackenes Brot so besonders. Mal rund formen, mal oval – den Teig falten oder aufrollen…

Brot selber backen - mit wenig Hefe

Weitere leckere Brot-Rezepte

Wenn du gerne Brot und Brötchen selbst backst, probiere auch diese Rezepte aus. Sie sind ebenfalls unkompliziert und gelingen auch ohne viel Backerfahrung.

Jetzt bist du dran!

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Buttermilchbrot mit 24-Stunden-Teig

Buttermilchbrot mit 24-Stunden-Teig

Ein einfaches, aromatisches Brot mit Buttermilch und ½ Gramm Hefe. Durch die lange Teigruhe entwickelt sich eine lockere Krume und eine knusprige Kruste – ganz ohne Sauerteig.
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Zutaten

  • 385 g Mehl (Typ 550)
  • 200 g Dinkelmehl Type 630
  • 200 g Wasser
  • 200 g Buttermilch
  • 12 g Salz
  • ½ g frische Hefe

Anleitungen

Im Thermomix

  • Wasser und Hefe in den Mixtopf geben
    2 Min | 37 °C | Stufe 1
  • Buttermilch, beide Mehlsorten und Salz zugeben.
    3 Minuten | Teigstufe kneten
  • Den Teig in eine Schüssel umfüllen.

Ohne Thermomix

  • Hefe im handwarmen Wasser auflösen. Mehl, Buttermilch, Salz und Hefewasser in eine Schüssel geben und zu einem weichen Teig vermengen. Den Teig einige Minuten kneten, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben.

Weiter mit und ohne Thermomix

  • Die Schüssel abdecken und den Teig etwa 24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  • Nach etwa 8 Stunden den Teig einmal dehnen und falten. Dafür den Teig am Rand der Schüssel greifen, vorsichtig nach oben ziehen und zur Mitte legen. Den Vorgang rundherum vier- bis fünfmal wiederholen. Optional kann dieser Schritt nach etwa 16 Stunden erneut durchgeführt werden.
  • Den Teig vorsichtig auf eine gut bemehlte (oder geölte) Arbeitsfläche geben und locker zu einer runden Kugel formen. Dabei möglichst wenig Druck ausüben, damit die Luft im Teig erhalten bleibt.
  • Den Teig mit dem Schluss nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen oder eine mit Küchentuch ausgelegte Schüssel legen und etwa 45–60 Minuten gehen lassen.
  • Einen gusseisernen Topf mit Deckel in den Backofen stellen und den Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig aus dem Gärkörbchen in den heißen Topf stürzen, optional einschneiden, Deckel aufsetzen und bei 230 °C etwa 45 Minuten backen.
  • Das Brot aus dem Topf nehmen und vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen.

Video

17 Gedanken zu „Buttermilchbrot mit wenig Hefe – einfaches Brotrezept ohne Sauerteig“

  1. Hallo Malene, vielen Dank für das Rezept, habe es schon ein paar Mal gebacken, funktioniert immer und schmeckt der ganzen Familie und unseren Freunden. Ganz viele Grüße aus Brandenburg!

    Antworten
  2. 5 Sterne
    Hallo Malene,
    das Brot ist superlecker und wirklich einfach zu backen.
    Mich würde sehr interessieren, ob ich das Weizenmehl auch teilweise mit Roggenmehl ersetzen kann und wie sich die Flüssigkeitsmenge oder ggf. auch die Backzeit verändern. Kannst Du mir hierzu eine Auskunft geben?
    Lieben Dank vorab und beste Grüße!

    Antworten
    • Ich habe es nicht ausprobiert, generell ist es möglich, aber ich kann dir keine Infos zu Backzeit oder Flüssigkeitsmengen geben. Das backstarke Weizenmehl ist sehr gut geeignet zum Backen und sehr pflegeleicht, geht gut auf und ergibt eine lockere Krume.

      Antworten
  3. Gibt es auch die Möglichkeit, Vollkorn zu nehmen. Wenn ja, wie muss ich dann die Flüssigkeiten anpassen?
    Vielen lieben Dank, ich nutze wirklich viele deiner Rezepte, das schmeckt immer 😋

    Antworten
    • Also generell klappt das bestimmt, aber ich habe keine Empfehlung bezüglich der Flüssigkeitsmenge, weil ich es nicht selber ausprobiert habe. Ich freu mich aber über alle eure Erfahrungen und Varianten, wenn ihr die hier unten in den Kommentaren teilt. Das hilft vermutlich sehr vielen weiter 🙂

      Antworten
    • Was soll ich da jetzt antworten 🤷🏼‍♀️
      Was genau stört dich an der Zutatenliste? Hab ich irgendwo 3 Zutatenbrot geschrieben, denn dann pass ich das gern an.
      Was fehlt dir denn in deinem Haushalt?

      Antworten
  4. 5 Sterne
    Sehr lecker…. Ich liebe selbstgebackenes Brot. Vielen Dank für das gut beschriebene Rezept. Schönes Wochenende und gute Besserung 🍀🌟🍀

    Antworten
    • Eigentlich wird das Brot mit Weizenmehl Type 550 gebacken, das Mehl hat mehr Triebkraft im Gegensatz zu Dinkelmehl. Wenn du nur Dinkelmehl verwendest, wird es vermutlich weniger aufgehen beim Backen – aber du kannst es gerne ausprobieren und berichten 🙂

      Antworten
  5. Hallo Malene, sind da wirklich nur 0,5 gr. Hefe drin?
    Finde deine Rezepte immer toll. Habe schon viel versucht. Leider ist mein Mann Gluten unverträglich und Hisamin intolerant also immer alles für mich oder mit glutenfreie Mehl was aber nicht wirklich schmeckt. Weiter so 😉

    Antworten
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