Diese Sonntagsbrötchen sind perfekt für alle, die morgens frische, luftige Frühstücksbrötchen wie vom Bäcker genießen möchten, ganz ohne extrem früh aufzustehen. Denn der Teig wird am Vortag vorbereitet und kann in Ruhe im Kühlschrank gehen. Dadurch entwickeln die Brötchen eine besonders aromatische Kruste und eine lockere, stabile Porung. Mit wenig Hefe entsteht über Nacht ein Brötchenteig, der sich wunderbar verarbeiten lässt. Frisch gebacken duftet es in Küche am nächsten Morgen wie in einer kleinen Backstube.

Meine neuen Lieblingsbrötchen für das Familienfrühstück
Ich weiß gar nicht, warum ich so lange gewartet habe, eigene Frühstücksbrötchen zu backen. Diese Brötchen sind wirklich der Knaller – und bei uns in der Familie waren sie schneller aufgegessen, als ich schauen konnte.
Bisher hatte ich immer Sorge, dass ich dafür extrem früh aufstehen müsste. Gerade wenn Brötchen mit wenig Hefe gebacken werden, braucht es natürlich viel Zeit für die “Gehzeit”. Aber genau das ist der Clou an diesem Rezept: Du bereitest den Teig einfach am Vorabend vor, faltest und formst die Brötchen ihn und lässt diese dann ganz entspannt über Nacht im Kühlschrank gehen.
Am nächsten Morgen brauchst du sie nur noch einschneiden und backen. Durch die lange Gare bekommen die Brötchen eine richtig schöne, luftige Krume und eine tolle Kruste.
Arbeite beim Backen mit etwas Dampf. Ich habe dazu endlich mal die Dampffunktion meines Backofens genutzt. Du kannst die Brötchen aber auch mit Wasser einsprühen oder eine hitzefeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen. Das sorgt für diese typische Bäckerkruste.
Seitdem gibt es bei uns am Wochenende regelmäßig frisch gebackene Brötchen und keiner muss morgens mehr früh zum Bäcker fahren.

Diese Zutaten brauchst du für deine knusprigen Sonntagsbrötchen
✔️ Weizenmehl Type 550
Verwende am besten Weizenmehl Type 550. Damit werden die Brötchen besonders luftig und bekommen eine schöne Struktur wie vom Bäcker. Wenn du nur Type 405 im Haus hast, kannst du es trotzdem verwenden.
✔️ Wasser
Wenn du mit dem Thermomix arbeitest, erwärmst du das Wasser auf 37 °C, damit sich die Hefe gut auflöst und aktiviert wird.
Bei der klassischen Methode sollte das Wasser handwarm sein – also nicht heiß, sondern angenehm lauwarm. Zu heißes Wasser kann die Hefe schädigen.
✔️ Frische Hefe
Du brauchst nur eine kleine Menge Hefe. Durch die lange Ruhezeit im Kühlschrank reicht das völlig aus. Die Hefe entwickelt über Nacht genug Triebkraft für luftige Brötchen.
✔️ Honig oder Zucker
Gib etwas Honig oder Zucker dazu. Das hilft der Hefe beim Start und sorgt später für eine schöne Bräunung im Ofen. Geschmacklich wirst du davon nicht viel merken.
✔️ Weiche Butter
Die Butter sollte weich sein, damit sie sich gut in den Teig einarbeiten lässt. Sie sorgt dafür, dass die Brötchen innen schön zart bleiben und nicht trocken wirken. Alternativ kannst du auch Öl verwenden. Ich habe sie bereits mit Olivenöl und Butter gebacken und finde beide sehr lecker.
✔️ Salz
Das Salz gibt Geschmack und stabilisiert den Teig. Achte darauf, es nicht direkt auf die Hefe zu geben, sondern erst zusammen mit dem Mehl oder etwas später beim Kneten einzuarbeiten.

So bereitest du die Sonntagsbrötchen über Nacht zu
1️⃣ Teig zubereiten
Löse zuerst die Hefe im handwarmen Wasser zusammen mit dem Honig oder Zucker auf. Gib Mehl, Butter und Salz in eine große Rührschüssel und füge das Hefewasser hinzu. Knete alles etwa 5–8 Minuten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
Der Teig darf weich sein, sollte aber nicht stark kleben. Wenn du ihn auseinanderziehst, sollte er sich dehnen lassen und nicht sofort reißen.
2️⃣ Teig ruhen lassen & dehnen
Lasse den Teig nun 45 Minuten abgedeckt ruhen. Greife anschließend an einer Seite unter den Teig, ziehe ihn vorsichtig nach oben und lege ihn über die Mitte. Drehe die Schüssel etwas weiter und wiederhole das rundherum 4–6 Mal. So bekommt der Teig Spannung und eine bessere Struktur.
3️⃣ Brötchen formen
Gib den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche und teile ihn in 8 gleich große Stücke. Drücke ein Teigstück leicht flach.
Ziehe nun die Ränder nach innen zur Mitte und drücke sie leicht an. So entsteht auf der Unterseite eine Naht. Drehe den Teigling um, sodass die glatte Seite oben liegt.
Bewege ihn mit leicht gewölbter Hand in kleinen Kreisen über die Arbeitsfläche. Dabei entsteht Spannung auf der Oberfläche – genau das sorgt später für ein gutes Aufgehen im Ofen.
Für längliche Brötchen kannst du das Teigstück zunächst etwas flach drücken, dann von oben zur Mitte einklappen und anschließend von unten darüber schlagen. Die Naht vorsichtig zusammendrücken und den Teigling leicht in Form rollen.
Setze die Brötchen mit dem Schluss nach unten auf ein Backpapier.
4️⃣ Über Nacht in den Kühlschrank
Decke die Brötchen gut (mit Folie oder einem feuchten Tuch) ab, damit sie nicht austrocknen. Stelle sie anschließend 12–24 Stunden in den Kühlschrank. In dieser Zeit entwickeln sie Aroma und werden besonders luftig.
5️⃣ Morgens backen
Heize den Backofen mit einem Backstahl oder einem Blech in der unteren Ofenhälfte auf 250 °C Ober-/Unterhitze vor. Schneide die Brötchen längs ein.
Schiebe sie auf die heiße Platte, bedampfe den Ofen kräftig und reduziere die Temperatur auf 230 °C. Backe die Brötchen 20–25 Minuten goldbraun. Nach etwa 10 Minuten die Ofentür kurz öffnen, damit der Dampf entweichen kann. Nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen.

Meine Tipps für deine Frühstücksbrötchen wie vom Bäcker
Besonders knusprige Kruste mit Dampf
Wenn du luftige Brötchen wie vom Bäcker backen möchtest, ist Dampf am Anfang ganz wichtig. Er sorgt dafür, dass die Brötchen im Ofen noch einmal richtig aufgehen und diese schöne, knusprige Kruste bekommen. Keine Sorge, du brauchst dafür keine Profi-Ausstattung.
Am einfachsten funktioniert es so: Stelle eine hitzefeste Schale mit kochendem Wasser auf den Ofenboden, sobald die Brötchen eingeschoben sind.
Alternativ kannst du die Ofenwände vorsichtig mit etwas Wasser einsprühen (nur wenn dein Ofen das verträgt).
Besonders praktisch ist es, wenn dein Ofen eine Dampffunktion hat – dann kannst du sie natürlich nutzen.
Nach etwa 10 Minuten öffnest du die Ofentür kurz, damit der Dampf entweicht. Genau das macht die Kruste später schön knusprig.
So bekommen deine Brötchen mehr Glanz
Für eine leicht glänzende Oberfläche reicht es schon, wenn du die Teiglinge vor dem Backen dünn mit Wasser bepinselst.
Möchtest du diesen typischen Bäckerglanz, kannst du 1 TL Stärke mit etwas Wasser aufkochen und die Brötchen damit bestreichen. Das ist kein Muss, aber ein schöner Effekt.
Wenn du es lieber rustikal magst, bestäube die Brötchen vor dem Einschneiden kräftig mit Mehl.
Mit Körnern oder klassisch?
Du kannst dein Brötchen Rezept ganz einfach abwandeln. Bepinsele die Teiglinge leicht mit Wasser und drücke sie in eine Saatenmischung. So halten Sonnenblumenkerne, Sesam oder Mohn richtig gut.
Oder du bleibst ganz klassisch mit einem sauberen Längsschnitt – genau so, wie man es vom Bäcker kennt.
Woran du erkennst, dass sie perfekt sind
Deine Sonntagsbrötchen sind fertig, wenn sie deutlich aufgegangen sind, sich der Schnitt schön geöffnet hat und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt.
Drückst du leicht auf die Oberfläche, sollten sie elastisch zurückfedern.


Noch mehr Rezepte für frisches Gebäck
Wenn du gern selber backst und einfache, alltagstaugliche Rezepte suchst, schau dir auch diese Beiträge an:



Jetzt bist du dran!
Wenn dir die Sonntagsbrötchen über Nacht genauso gut gefallen wie uns, freue ich mich riesig über eine ⭐⭐⭐⭐⭐ Bewertung.
Teile dein Ergebnis gern auf Instagram und markiere mich unter @einfach_malene, denn so kann ich deine Brötchen sehen und mit anderen teilen.

Sonntagsbrötchen über Nacht – luftige Frühstücksbrötchen wie vom Bäcker
Kochutensilien
Zutaten
- 500 g Mehl (Typ 550)
- 300 g Wasser handwarm
- 3 g frische Hefe
- 10 g Zucker oder Honig
- 20 g weiche Butter oder Olivenöl
- 12 g Salz
Anleitungen
Mit Thermomix
- Wasser, Hefe und Honig in den Mixtopf geben und 2 Min / 37 °C / Stufe 2 erwärmen.
- Mehl und Butter in den Mixtopf geben → 3 Min / Teigstufe.Das Salz zugeben → 2 Min / Teigstufe. Der Teig soll glatt und elastisch sein.
Ohne Thermomix
- Hefe im handwarmen Wasser mit Honig verrühren und auflösen.
- Mehl, Salz und Butter in eine große Rührschüssel geben, das Hefewasser dazugeben und alles etwa 5 Minuten kräftig kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
- Den Teig abgedeckt für ca. 45 Minuten ruhen lassen.
- Anschließend mit leicht angefeuchteten Händen an einer Seite unter den Teig greifen, ihn vorsichtig nach oben ziehen und über die Mitte legen. Die Schüssel etwas weiterdrehen und den Vorgang wiederholen. So einmal rundherum arbeiten, insgesamt 4–6 Wiederholungen.
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 gleich große Stücke teilen (je ca. 100 g).
- Die Teiglinge rund oder länglich formen. Dabei darauf achten, dass Spannung auf der Oberfläche entsteht. Ein Teigstück leicht flach drücken. Die Ränder zur Mitte falten und leicht andrücken. Den Teigling umdrehen, sodass die glatte Seite oben liegt.Mit leicht gewölbter Hand in kleinen kreisenden Bewegungen über die Arbeitsfläche bewegen, bis Spannung auf der Oberfläche entsteht.
- Die Teiglinge gut abdecken. Entweder mit Folie direkt aufliegend oder mit einem leicht feuchten Tuch und für 12–24 Stunden bei 5–6 °C im Kühlschrank reifen lassen. Die Oberfläche darf nicht austrocknen.
Am nächsten Morgen
- Den Backofen mit einem Backblech in der unteren Ofenhälfte auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Der Ofen sollte vollständig durchgeheizt sein.
- Die Brötchen direkt aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem sehr scharfen Messer oder einer Klinge etwa 0,5–1 cm tief längs einschneiden. Die Teiglinge auf das Backblech setzen und den Ofen sofort kräftig bedampfen. Die Temperatur auf 230 °C reduzieren.
- Die Brötchen 20–25 Minuten goldbraun backen. Nach etwa 10 Minuten die Ofentür kurz öffnen, damit der Dampf entweichen kann.
- Die Brötchen nach dem Backen auf ein Gitter legen und vollständig auskühlen lassen, damit die Kruste knusprig bleibt.






Salü Marlene,
mein Ofen hat keine Dampfzugabe, reicht bei den Sonntagsbrötchen auch ein Behälter mit Wasser im Ofen?
Danke
Liebs Grüßle Jutta
Genau, du kannst Eiswürfel in den Ofen geben, Wasser sprühen oder eine Schüssel unten in den Ofen stellen 🙂
Malene,
vielen Dank erstmal für die Tollen Bücher, habe sie Weihnachten 🎄 verschenkt. Die Beschenkt habe sich sehr gefreut. Ja deine Rezepte sind wirklich ganz einfach zubereitet und zu verstehen, der 7 Tage wochenplan gefällt mir auch sehr gut. Weiter so danke für deine Zeit
Geht es auch mit trockenhefe
Das vermute ich, ich selbst backe echt ungerne mit Trockenhefe (geht irgendwie immer schief) und habe wegen der Menge also wenig Erfahrung.
Hallo Malene,
bin durch Zufall auf dich aufmerksam geworden.
Deine Art wie du die Rezepte vorstellst gefällt mir sehr gut 👍
An diesem Wochenende werde ich damit anfangen (Sonntagsbrötchen) auszuprobieren.
LG Marion