Dieses Beef Stew ist ein einfacher Rinderschmortopf mit zartem Rindfleisch, Karotten und einer kräftigen Rotweinsauce. Das Fleisch wird zuerst angebraten und schmort dann langsam im Topf, bis es sich mit der Gabel zerteilen lässt. In dieser Zeit musst du kaum etwas tun. Eine Fix-Tüte brauchst du nicht, die Sauce bekommt ihren Geschmack von Röstaromen, Gemüse, Tomatenmark und etwas Rotwein. Ich serviere mein Beef Stew am liebsten mit cremigem Kartoffelpüree, das die dunkle Sauce aufnimmt. Das Rezept passt in den Herbst und Winter, wenn du wieder mehr zu Hause bist und Lust bekommst auf deftige Schmorgerichte.

Darum wirst du dieses Beef Stew lieben
Von Lesern sehr gut bewertet: Das Rezept hat 15 Bewertungen, fast alle mit 5 Sternen.
Zartes Fleisch ohne Steakpreis: Schulter, Brust oder Wade werden beim langen Schmoren weich. Diese Stücke sind meist günstiger als Steakfleisch.

Kräftige Sauce ohne Fix-Tüte: Den Geschmack holst du dir beim Anbraten und beim Ablöschen mit Rotwein. Eine Leserin schrieb dazu: „So lecker und ganz ohne Tüte.“
Wenig aktive Arbeit: Nach dem Anbraten schmort das Beef Stew allein. Du rührst nur ab und zu um und schaust, ob genug Flüssigkeit im Topf ist.
Gut vorzubereiten: Ich koche bei Schmorgerichten immer direkt eine extra große Portion und friere den Rest ein. An vollen Tagen ist das Essen dann schon fertig.
Kartoffelpüree inklusive: Das Rezept für das Püree steht mit in der Rezeptkarte. Du brauchst also kein zweites Rezept.
Klappt nicht nur auf dem Herd: Leser haben das Beef Stew schon im Backofen und sogar auf dem Holzofen gekocht. Im Slowcooker funktioniert es auch.
Auch ohne Alkohol möglich: Meine Leser haben es auch mit alkoholfreiem Rotwein gekocht. Weitere Alternativen findest du unten bei den Fragen.

Warum ich zartes Rindfleisch heute so gerne koche
Gulasch war für mich als Kind zähes Fleisch, auf dem ich herumgekaut habe, und braune Fertigsoßen mochte ich überhaupt nicht. Genau so habe ich es in Erinnerung. Bis ich mein erstes eigenes Gulasch gekocht habe. Seitdem weiß ich: Gulasch kochen ist wirklich nicht schwer, es braucht vor allem Zeit. Und seit ich es selbst koche, wird das Fleisch butterweich, super zart und super saftig und himmlisch aromatisch. Deshalb freue ich mich jeden Herbst auf die Schmorgerichte, obwohl Frühling und Sommer eigentlich meine Lieblingsjahreszeiten sind.
Was du über Beef Stew wissen solltest
Warum wird das Rindfleisch beim Schmoren so zart?
Für Beef Stew eignen sich Stücke aus der Schulter, der Brust oder der Wade. Sie haben mehr Bindegewebe als zum Beispiel ein Filet. Das klingt erst einmal nicht nach zartem Fleisch, ist zum Schmoren aber genau richtig. Bei langer, sanfter Hitze wandelt sich ein Teil des Kollagens im Bindegewebe in Gelatine um. Das Fleisch wird weich und saftig, und die Sauce wird deutlich aromatischer.
Kocht der Topf zu stark, wird das Fleisch dagegen zäh. Die Flüssigkeit sollte deshalb nur leise blubbern. Ich habe früher selbst unterschätzt, wie unkompliziert Schmorgerichte sind. Heute mache ich am Ende der Garzeit einfach die Gabelprobe. Ist das Fleisch noch fest, bekommt es mehr Zeit.
Warum lohnt sich das Anbraten?
Der kräftige Geschmack entsteht schon, bevor das Beef Stew schmort. Bei hoher Hitze reagieren Eiweißbausteine und Zucker an der Fleischoberfläche miteinander. Diese Maillard-Reaktion sorgt für die braune Kruste und die Röstaromen. Fleisch, das direkt in Flüssigkeit gart, bekommt diese Aromen nicht.
Ich bestäube das Fleisch vorher mit etwas Mehl. So bekommt es eine leichte Kruste, und die Sauce wird später von allein etwas gebunden. Bei mir hat sich bewährt, in mehreren Portionen anzubraten. Liegt zu viel Fleisch im Topf, kühlt er ab, es tritt Saft aus und das Fleisch dünstet, statt zu braten. Die braunen Reste am Topfboden löst du später mit dem Rotwein. Sie gehören in die Sauce, deshalb bleibt alles im selben Topf.
Was bringt der Rotwein in die Sauce?
Rotwein bringt Säure und etwas Frucht in die Sauce. Zusammen mit dem Rinderfond und dem Tomatenmark entsteht der dunkle, herzhafte Geschmack, den ein Beef Stew haben soll. Ich nehme einen kräftigen, trockenen Rotwein, zum Beispiel Merlot oder Dornfelder. Das Tomatenmark röste ich vorher kurz mit dem Gemüse an. So schmeckt die Sauce kräftiger und wird dunkler.
Ganz verkochen lässt sich der Alkohol übrigens nicht. Auch nach mehreren Stunden Schmoren bleibt ein Teil davon im Essen. Kochst du für Kinder oder möchtest du ohne Alkohol kochen, ersetze den Wein. Welche Alternativen funktionieren, habe ich in meinem Beitrag Wein beim Kochen ersetzen zusammengeschrieben.

Meine Tipps für perfektes Gelingen
Im Slowcooker garen
Das Beef Stew klappt auch im Slowcooker. Brate Fleisch und Gemüse wie beschrieben im Topf an und lösche mit dem Rotwein ab. Danach füllst du alles in den Slowcooker und lässt es 8 Stunden auf „Low“ oder 4 bis 5 Stunden auf „High“ garen. Wie ich den Slowcooker sonst im Alltag nutze, liest du in meinem Beitrag Der Slowcooker im Alltag.
Kartoffeln direkt mitgaren
Wenn du keine extra Beilage kochen möchtest, gib geschälte Kartoffeln direkt mit in den Topf. Schneide sie in etwa 3 cm große Würfel. In dieser Größe sind sie nach ungefähr 1,5 Stunden weich. Gib sie so dazu, dass sie zum Ende der Schmorzeit fertig sind, also ungefähr nach der ersten Stunde.
Die Sauce sämig machen
Ist die Sauce zum Schluss zu dünn, nimm in der letzten halben Stunde den Deckel ab und lass sie einkochen. Reicht das nicht, rühre etwas Speisestärke in kaltem Wasser an und rühre sie unter. Einen guten Tipp hat mir eine Leserin geschrieben: Gehe ein paar Mal mit dem Kartoffelstampfer durch den Topf. Dann wird die Sauce auch ohne Stärke sämiger. Mehr Möglichkeiten findest du in meinem Beitrag Soße binden leicht gemacht.
TK-Suppengemüse statt frischem Sellerie
Hast du keinen frischen Sellerie im Haus, nimm eine Handvoll tiefgekühltes Suppengemüse. Es ist schon klein gewürfelt, das spart Schnippelarbeit. Zwiebel und Knoblauch zerkleinere ich im elektrischen Multizerkleinerer. So ist das Gemüse in wenigen Minuten vorbereitet.
Beef Stew – Rinderschmortopf

Kochutensilien
Zutaten
- 800 g Rindfleisch z.B. Schulter, Brust oder Wade
- etwas Salz und Pfeffer
- 2 EL Mehl
- 2-3 EL Butterschmalz oder Olivenöl
- 1 Stück Zwiebel
- 3 Stück Karotten
- 1 Stange Sellerie oder 2 EL TK Suppengemüse
- 3 Stück Knoblauchzehen
- 2 EL Tomatenmark
- 250 ml Rotwein trocken
- 500 ml Rinderfond oder Fleischbrühe
- 2 Stück Lorbeerblätter
- 1 TL Thymian, getrocknet oder 2-3 frische Zweige
- etwas frische gehackte Petersilie
- 1 TL Stärke optional zum Andicken
Kartoffelpüree
- 1 kg Kartoffeln, mehligkochend geschält, in Würfel geschnitten
- 2 EL Butter
- 100 ml Milch warm – mehr oder weniger, je nach gewünschter Konsistenz
- 1 TL Salz
- 1 Prise Muskatnuss
Zubereitung
Beef Stew
- Das Rindfleisch in etwa 4 cm große Würfel schneiden.800 g Rindfleisch
- Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und mit Mehl bestäuben. Gut vermengen, bis alle Stücke leicht bemehlt sind.etwas Salz und Pfeffer, 2 EL Mehl
- Butterschmalz in einem großen Schmortopf erhitzen. Das Fleisch portionsweise rundherum goldbraun anbraten, dann beiseitestellen.2-3 EL Butterschmalz
- Zwiebel, Karotten, Sellerie und Knoblauch schälen und klein würfeln (oder TK-Suppengemüse verwenden).1 Stück Zwiebel, 3 Stück Karotten, 1 Stange Sellerie, 3 Stück Knoblauchzehen
- Zwiebel, Karotten und Sellerie in den Topf geben und 5–7 Minuten anbraten. Knoblauch in den letzten Minuten mitdünsten.
- Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten.2 EL Tomatenmark
- Mit Rotwein ablöschen, gut umrühren, damit sich der Bratansatz vom Topfboden löst, und 2 bis 3 Minuten köcheln lassen.250 ml Rotwein
- Brühe, angebratenes Fleisch, Lorbeer, Thymian, Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles aufkochen, dann abgedeckt bei kleiner Hitze 2,5 bis 3 Stunden leise köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und prüfen, ob genug Flüssigkeit im Topf ist. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich mit einer Gabel leicht zerteilen lässt.500 ml Rinderfond, 2 Stück Lorbeerblätter, 1 TL Thymian, getrocknet
- Falls nötig, Sauce am Ende ohne Deckel einkochen oder mit angerührter Stärke andicken. Lorbeerblätter entfernen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.1 TL Stärke
- Vor dem Servieren mit frischer Petersilie bestreuen.etwas frische gehackte Petersilie
Kartoffelpüree
- Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 20 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen.1 kg Kartoffeln, mehligkochend
- Butter und warme Milch zugeben und alles mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken.2 EL Butter, 100 ml Milch
- Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.1 TL Salz, 1 Prise Muskatnuss
Notizen
- Backofen: Nach dem Aufkochen (Schritt 5) den geschlossenen Schmortopf in den auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen stellen und 2 bis 2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist. Ohne passenden Deckel mit Alufolie abdecken.
- Slowcooker: Nach Schritt 4 alles mit Fond, Fleisch und Gewürzen in den Slowcooker geben und 8 Stunden auf „Low“ oder 4 bis 5 Stunden auf „High“ garen.
- Ohne Alkohol: Rotwein durch roten Traubensaft mit einem Schuss Balsamico oder durch alkoholfreien Rotwein (0,0) ersetzen.
Beilagen
- Kartoffelpüree: Mein Favorit, weil man damit die ganze Sauce vom Teller holt. Das Rezept steht mit in der Rezeptkarte.
- Kartoffelplätzchen: Die esse ich gern zu Schmorgerichten wie Gulasch.
- Herzoginkartoffeln: Kartoffelbeilage aus dem Ofen, wenn du Gäste hast und es etwas festlicher sein darf.
- Süßkartoffelpüree: Eine leicht süßliche Abwechslung zum klassischen Püree.
- Bandnudeln oder Brot: Breite Nudeln sind schnell gekocht. Mit einem Stück Brot kannst du die Sauce auftunken.
Weitere Rezepte, die dir gefallen werden
- Einfaches Gulasch: aromatisch und ohne Fertigprodukte.
- Schmor-Gulasch aus dem Ofen: wenn du lieber im Backofen schmorst.
- Butterweiches Rindergulasch aus dem Slowcooker: klappt im Topf und noch einfacher im Slowcooker.
- Rinderschmortopf im Boeuf-Bourguignon-Style: die französisch inspirierte Variante, ohne Pilze.
- Klassische Rinderrouladen: zarte Rouladen nach Omas Rezept.
- Rouladentopf: Rouladen-Geschmack mit wenig Aufwand, auch im Slowcooker.
- Steckrübeneintopf: deftiger Eintopf nach Omas Art, in 30 Minuten fertig.



Häufige Fragen zu Beef Stew
Welches Fleisch eignet sich am besten für Beef Stew?
Am besten Rinderschulter, Rinderbrust oder Wade. Diese Stücke haben Bindegewebe, das beim langen Schmoren weich wird. Sehr mageres Fleisch wie Filet ist dafür weniger geeignet.
Kann ich Beef Stew ohne Rotwein kochen?
Ja. Gut funktioniert roter Traubensaft mit einem Schuss Balsamico, der die Süße ausgleicht, oder etwas mehr Brühe mit Balsamico. Leser haben auch alkoholfreien Rotwein genommen; wirklich ohne Restalkohol ist er aber nur, wenn „0,0“ auf dem Etikett steht.
Warum ist mein Beef Stew noch zäh?
Meistens braucht das Fleisch einfach noch Zeit, denn bei durchwachsenen Stücken dauert es, bis das Bindegewebe weich ist. Lass das Beef Stew bei kleiner Hitze weiterschmoren und mache später noch einmal die Gabelprobe. Achte darauf, dass genug Flüssigkeit im Topf ist und es nur leise köchelt.
Kann ich Beef Stew im Backofen zubereiten?
Ja, in einem ofenfesten Schmortopf mit Deckel. Brate Fleisch und Gemüse wie gewohnt auf dem Herd an, gieße den Fond an und stelle den geschlossenen Topf dann für 2 bis 2,5 Stunden bei 160 °C Ober-/Unterhitze in den vorgeheizten Backofen. Hast du keinen passenden Deckel, decke den Topf mit Alufolie ab.
Kann ich Beef Stew einfrieren?
Ja, Beef Stew lässt sich gut einfrieren. Lass es nach dem Kochen zügig abkühlen und friere es portionsweise in gut schließenden Behältern ein. Zum Aufwärmen erhitzt du es langsam im Topf und gibst etwas Brühe dazu, falls die Sauce zu dick geworden ist.

Jetzt bist du dran!
Dieses Beef Stew koche ich, wenn es draußen ungemütlich wird: einmal anbraten, dann schmort es von allein, und am Ende steht zartes Fleisch mit kräftiger Sauce auf dem Tisch. Wenn dir das Rezept gefällt, freue ich mich sehr über ⭐⭐⭐⭐⭐ und deinen Kommentar. Schreib mir gern, wie es dir geschmeckt hat oder ob du eine eigene Variante ausprobiert hast!
Wenn du dein Beef Stew auf Instagram teilst, verlinke @einfach_malene oder nutze #einfachmalene.
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Sehr, sehr lecker 👍 wird es öfter geben
Super lecker, vielen Dank!
Das Rezept wird gespeichert! So lecker und ganz ohne Tüte.
Danke Malene und liebe Grüße…
Nicole
Dieses Rezept hat uns alle begeistert!
Wir kochen es nächsten Sonntag auf jeden Fall wieder! Ich finde, die Kräuter bringen den besonderen Geschmack!
Ich habe schon einige Rezepte von Dir in mein Repertoire aufgenommen!!
Richtig, richtig leckeres Wohlfühlgericht. <3 Jetzt im Herbst genau das, was man braucht.
Was ich noch gemacht habe, um die Soße etwas anzudicken: ein paar mal mit dem Kartoffelstampfer durchgehen. dann wird es auch sämiger. Und wir haben alkoholfreien Rotwein genommen.
Was ein tolles Rezept! Dankeschön! 🙂
Oh ja, eine gute Idee. Und eine alkoholfreien Rotwein habe ich auch noch da, das wäre eine gute Option mit den Kindern 🙂
Wow heute zum ersten mal gemacht. Echt lecker Habe es 2stunden köcheln lassen.
Dazu gabs Püree.
von mir 4.5von 5 Sternen
Ich bin nicht leicht zu begeistern, aber dieses Rezept ist top!
Schmeckt sehr lecker,habe es im Ofen zubereitet.
Es schmeckt einfach nur genial. Heute Vormittag auf dem Holzofen gekocht. Kaum Arbeit und zusammen mit dem Kartoffelpüree köstlich.
Was kann ich anstatt Rotwein nehmen?
Alkoholfreier Rotwein oder roter Traubensaft eignen sich hervorragend als Substitut
Super lecker!