Schupfnudeln mit Sauerkraut sind genau richtig, wenn du ein deftiges Pfannengericht suchst, das ohne großen Aufwand auf den Tisch kommt. Die Schupfnudeln werden schön goldbraun gebraten und anschließend mit würzigem Sauerkraut, Speck und Zwiebeln kombiniert. Kümmel passt geschmacklich besonders gut dazu, ist aber kein Muss. Für die Zubereitung brauchst du nur wenige Zutaten und keine komplizierten Arbeitsschritte. Damit ist die Schupfnudel Sauerkraut Pfanne perfekt für ein unkompliziertes Mittagessen oder den schnellen Feierabend. Besonders praktisch finde ich, dass du einfach fertige Schupfnudeln aus dem Kühlregal verwenden kannst.

Darum wirst du Schupfnudeln mit Sauerkraut lieben
- Schnell gemacht: Die komplette Schupfnudel Sauerkraut Pfanne steht ohne lange Vorbereitung auf dem Tisch.
- Wenige Zutaten: Schupfnudeln, Sauerkraut, Speck und Zwiebeln bilden die Basis. Dazu kommen nur Butter und Gewürze.
- Einfach zu kochen: Das Rezept ist unkompliziert und eignet sich auch dann, wenn du noch nicht viel Erfahrung beim Kochen hast.
- Herrlich deftig: Speck, gebratene Zwiebeln und Sauerkraut sorgen zusammen für einen richtig kräftigen Geschmack.
- Schön knusprig: Besonders lecker werden die Schupfnudeln, wenn du ihnen beim Braten genügend Zeit gibst, bis sie außen goldbraun sind.
- Original aus Süddeutschland: Als Nordlicht habe ich Schupfnudeln während meiner Zeit in Stuttgart original vor Ort kennengelernt: gegessen, in der Gastronomie serviert und irgendwann auch selbst zubereitet. Bei uns im Norden sind sie eher unüblich, seitdem gehören sie bei uns fest zum Alltag.
- Seit 2015 erprobte Alltagsküche: Seit 2015 veröffentliche ich meine Rezepte und einfache Gerichte wie dieses gehören bis heute zu meinen Favoriten, weil man dafür keine ausgefallenen Zutaten braucht.
- Flexibel abwandelbar: Du kannst den Speck weglassen, beim Kümmel nach deinem Geschmack entscheiden und das Sauerkraut je nach Sorte etwas milder abschmecken.

Wie ich Schupfnudeln erst als Erwachsene kennengelernt habe
Viele von euch wissen wahrscheinlich gar nicht, dass ich als Nordlicht für meine Ausbildung nach Stuttgart gezogen bin. Dort habe ich viele Gerichte kennengelernt, die ich von zu Hause überhaupt nicht kannte. Dazu gehörten auch Schupfnudeln. Während meiner Ausbildung habe ich viel in einer Hausbrauerei und einem Brauhaus gekellnert und dabei die süddeutsche Küche lieben gelernt. Seitdem gibt es Schupfnudeln auch bei uns zu Hause, süß mit Zimt und Zucker oder herzhaft mit Sauerkraut. Diese schnelle Variante mögen mein Mann und ich besonders gerne. Unsere Kinder sind beim Sauerkraut noch nicht ganz überzeugt, aber daran arbeite ich.
Was du über Schupfnudeln mit Sauerkraut wissen solltest
Warum sollten Schupfnudeln richtig goldbraun gebraten werden?
Fertige Schupfnudeln aus dem Kühlregal sind ideal, wenn es schnell gehen soll. Entscheidend für den Geschmack ist weniger die lange Zubereitung als das richtige Anbraten. In einer ausreichend großen Pfanne bekommen die Schupfnudeln direkten Kontakt zum heißen Pfannenboden und können eine schöne goldbraune Oberfläche entwickeln. Werden zu viele auf einmal in eine kleine Pfanne gegeben, liegen sie dicht übereinander und bräunen schlechter.

Ich verwende für schnelle Alltagsgerichte sehr gerne fertige Schupfnudeln, weil sie unkompliziert sind und sich richtig lecker anbraten lassen. Wichtig ist nur, sie nicht ständig zu bewegen. Gib ihnen etwas Zeit in der Pfanne und wende sie erst, wenn sie Farbe bekommen haben. Genau diese gebratenen Stellen machen die Schupfnudeln mit Sauerkraut besonders lecker.
Warum passen Sauerkraut, Speck und Zwiebeln so gut zu Schupfnudeln?
Schupfnudeln haben selbst einen eher milden Kartoffelgeschmack. Dadurch passen kräftigere Zutaten besonders gut dazu. Sauerkraut bringt Säure mit, während Speck für eine würzige Note sorgt. Gebratene Zwiebeln ergänzen das Ganze mit einer leicht süßlichen Würze. So entsteht mit wenigen Zutaten eine Pfanne, die sehr aromatisch schmeckt.
Bei mir hat sich bewährt, Speck und Zwiebeln zuerst anzubraten. Dadurch entwickeln sie mehr Geschmack, bevor das Sauerkraut dazukommt. Beim Würzen solltest du anschließend etwas vorsichtig sein. Sowohl Speck als auch Sauerkraut bringen bereits ordentlich Würze mit. Deshalb schmecke ich lieber am Ende noch einmal ab, statt direkt zu viel Salz zu verwenden.
Warum wird Kümmel zu Sauerkraut verwendet?
Kümmel gehört zu den klassischen Gewürzen, die häufig mit Kohlgerichten kombiniert werden. Sein kräftiges Aroma passt besonders gut zur Säure des Sauerkrauts. Außerdem gilt Kümmel traditionell als verdauungsfördernd, weshalb er gerne bei Kohlgerichten verwendet wird. Wenn du seinen Geschmack magst, kannst du die Schupfnudelpfanne damit sehr einfach würziger machen.
Ich würde Kümmel bei diesem Rezept trotzdem immer nach persönlichem Geschmack dosieren. Nicht jeder mag das intensive Aroma. Wenn du unsicher bist, beginne lieber mit einer kleinen Menge oder lasse ihn komplett weg. Die Schupfnudeln mit Sauerkraut schmecken auch ohne Kümmel richtig gut.

Meine Tipps für perfektes Gelingen
Tipp 1: Schupfnudeln mit ausreichend Platz braten
Nimm eine möglichst große Pfanne, damit die Schupfnudeln nicht dicht übereinander liegen. So können sie gleichmäßiger bräunen. Lass sie außerdem kurz in Ruhe braten, bevor du sie wendest. Auf diese Weise bekommen sie außen eine schöne Farbe und bleiben innen angenehm weich.
Tipp 2: Mit Salz erst am Ende abschmecken
Speck und Sauerkraut können bereits ziemlich salzig und kräftig gewürzt sein. Gib deshalb nicht automatisch zusätzlich viel Salz in die Pfanne. Schmecke das Gericht lieber zum Schluss ab. Pfeffer und Kümmel kannst du ebenfalls nach deinem persönlichen Geschmack dosieren.
Tipp 3: Sauerkraut nicht zu lange braten
Das Sauerkraut muss nicht ewig in der Pfanne schmoren. Wenige Minuten bei mittlerer Hitze reichen für dieses schnelle Gericht aus. So verbindet es sich gut mit Speck und Zwiebeln, ohne dass aus einem schnellen Feierabendrezept plötzlich ein langes Schmorgericht wird.
Tipp 4: Butter oder Butterschmalz verwenden
Butter passt geschmacklich richtig gut zu Schupfnudeln und unterstützt den herzhaften Geschmack der Pfanne. Wenn du mit etwas höherer Temperatur braten möchtest, kannst du alternativ Butterschmalz verwenden. Wichtig ist vor allem, dass die Schupfnudeln genügend Zeit zum Bräunen bekommen.
Schupfnudeln mit Sauerkraut nach schwäbischer Art

Kochutensilien
Zutaten
- 500 g Schupfnudeln
- 300 g Sauerkraut
- 150 g Speckwürfel
- 2 Stück Zwiebeln
- etwas Butter zum Braten
- etwas Salz und Pfeffer
- 1 TL Kümmel (optional)
Zubereitung
- Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.2 Stück Zwiebeln
- Etwas Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Speckwürfel und Zwiebelstreifen darin goldbraun anbraten.etwas Butter, 150 g Speckwürfel
- Sauerkraut dazugeben und kurz mit anbraten. Anschließend bei mittlerer Hitze schmoren lassen, bis es weich ist.300 g Sauerkraut
- Mit Salz, Pfeffer und optional Kümmel abschmecken. Aus der Pfanne nehmen.etwas Salz und Pfeffer, 1 TL Kümmel
- Erneut etwas Butter in der Pfanne erhitzen. Die Schupfnudeln darin rundherum goldbraun anbraten.500 g Schupfnudeln, etwas Butter
- Gebratene Schupfnudeln mit Sauerkraut, Speck und Zwiebeln mischen.
- Alles noch einmal kurz durchschwenken und heiß servieren.
Notizen
Das passt zu Schupfnudeln mit Sauerkraut
Beilagen
Schupfnudeln mit Sauerkraut sind bereits ein komplettes und sättigendes Pfannengericht. Eine zusätzliche Beilage brauchst du deshalb nicht.
Weitere Rezepte, die dir gefallen werden
Wenn du unkomplizierte Pfannengerichte und herzhafte Feierabendküche magst, probiere auch diese Rezepte:
- Hackfleisch Lauch Pfanne: Ein unkompliziertes Pfannengericht mit Hackfleisch und Lauch, das ebenfalls schnell gekocht ist.
- Kritharaki Hackfleisch Pfanne: Eine herzhafte Pfanne mit Gemüse und Feta für ein einfaches Mittagessen oder Abendessen.
- Brokkoli Rindfleisch Pfanne: Eine schnelle Pfannenidee mit Rindfleisch, Brokkoli und Cashewnüssen.
- Kartoffelplätzchen: Eine weitere leckere Idee für alle, die einfache Kartoffelgerichte mögen.
- Schwäbischer Kartoffelsalat mit Brühe: Ein klassischer warmer Kartoffelsalat, typisch für die schwäbische Küche.
- Kartoffelsalat mit Gurke: Eine leichtere, vegane Variante für den Biergarten-Klassiker.
- Schweizer Wurstsalat: Ein herzhafter Wurstsalat, der ebenfalls gut zu deftiger Küche passt.
Wenn dir Schupfnudeln mit Sauerkraut gefallen, schmecken dir wahrscheinlich auch diese anderen süddeutschen Klassiker:
- Klassischer Zwiebelkuchen: Ein deftiger Kuchen mit Zwiebeln und Speck, typisch für die südwestdeutsche Küche.
- Laugenbrötchen: Knusprige Laugenbrötchen zum Selberbacken, die gut zu herzhaften Gerichten passen.
- Rustikale Rahmfladen, schwäbische Dätscher: Ein weiterer schwäbischer Klassiker mit Rahm und Speck.
- Dampfnudeln mit Vanillesoße und Kirschkompott: Süße Dampfnudeln, die ich genau wie die Schupfnudeln erst in Süddeutschland kennengelernt habe.

Häufige Fragen zu Schupfnudeln mit Sauerkraut
Kann ich Schupfnudeln mit Sauerkraut ohne Speck zubereiten?
Ja, du kannst den Speck weglassen. Für eine vegetarische Variante kannst du die Zwiebeln einfach etwas kräftiger anbraten.
Welches Sauerkraut eignet sich am besten?
Du kannst Sauerkraut aus dem Glas, aus der Dose, aus dem Beutel oder aus dem Kühlregal verwenden. Je nach Produkt kann der Geschmack unterschiedlich kräftig und säuerlich ausfallen. Deshalb lohnt es sich, das Sauerkraut vor dem Würzen kurz zu probieren.
Muss Kümmel an Schupfnudeln mit Sauerkraut?
Nein, Kümmel ist kein Muss. Er passt geschmacklich sehr gut zu Sauerkraut, hat aber ein intensives Aroma. Wenn du keinen Kümmel magst, kannst du ihn einfach weglassen oder zunächst nur eine kleine Menge verwenden.
Kann ich die Schupfnudeln selber machen?
Grundsätzlich kannst du Schupfnudeln auch selbst herstellen. Für dieses schnelle Rezept verwende ich jedoch fertige Schupfnudeln aus dem Kühlregal. Dadurch bleibt die Zubereitung unkompliziert und das Essen steht deutlich schneller auf dem Tisch.
Wie lange halten sich Schupfnudeln mit Sauerkraut?
Gut verschlossen kannst du Reste 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen würde ich die Schupfnudeln wieder in eine Pfanne geben. So schmecken sie deutlich besser, als wenn sie nur erwärmt werden, und können wieder etwas Farbe bekommen.
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