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Wo gibt es alte Apfelsorten – 10 heimische und historische Apfelsorten als Übersicht

Wo gibt es alte Apfelsorten – 10 heimische und historische Apfelsorten als Übersicht
Dieser saftige Apfelkuchen ist absolut perfekt, denn er ist in nur wenigen Minuten zubereitet.
Du brauchst nur wenige Zutaten: statt mit Zimt wird der Blechkuchen mit Vanille zubereitet und schmeckt einfach unbeschreiblich gut. Er erinnert optisch an Butterkuchen, wird mit Mandeln und Puderzucker getoppt und macht absolut glücklich.
Apfelkuchen saftig und einfach - perfekt vom Blech

Heute geht es in die Welt der alten einheimischen Apfelsorten. Deutschland ist gesegnet mit einer Vielzahl von heimischen Apfelsorten, viele davon haben eine historische Bedeutung und sind fest verankert in unserem kulturellen Erbe. Diese Früchte bieten nicht nur eine bunte Palette an unterschiedlichem Geschmack und Textur, einige alte Sorten sind auch bestens für Allergiker geeignet.

Heute geht es um bekannte deutsche Obstsorten, speziell um historische Apfelsorten. Isst du gerne Äpfel? Wusstest du, dass es historische Apfelsorten gibt und dass es wirklich viel über unsere alten Apfelsorten zu berichten gibt? Vielleicht gehört der Apfelbaum in deinem Garten ja auch zu den alten Obstsorten und du stehst gerade vor einen reichen Ernte?

Apfelsorten

Heimische gegen importierte Äpfel

Im Supermarkt sind oft glänzende Äpfel aus fernen Ländern zu finden. Doch inwiefern unterscheiden sich diese von den heimischen Äpfeln? Einheimische Apfelsorten überzeugen häufig durch ein intensiveres Geschmacksprofil, das Saftigkeit, Süße und eine leichte Säure vereint. Viele importierte Äpfel können hingegen etwas fad wirken.

Ein weiterer Unterschied ist der ökologische Fußabdruck: Importierte Äpfel haben oft einen höheren CO2-Ausstoß durch lange Transportwege, wohingegen heimische Sorten umweltfreundlicher sind.

Zudem unterstützen regionale Äpfel die lokale Wirtschaft. Ein bewusster Kauf heimischer Sorten kann also sowohl geschmackliche als auch ökologische Vorteile bieten.

Alte Apfelsorte für Allergiker

Einige Personen reagieren allergisch auf Äpfel. Doch es gibt allergikerfreundliche Sorten wie „Santana“ aus den Niederlanden oder „Topaz“ aus Tschechien. Diese Sorten bieten sowohl Geschmack als auch Verträglichkeit für Allergiker.

Bedeutung alter Apfelsorten

Alte Apfelsorten erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Sie tragen nicht nur zur Erhaltung der Biodiversität bei, sondern bieten auch einen intensiven Geschmack. Die Betonung regionaler Sorten unterstützt zudem die lokale Landwirtschaft und fördert den Konsum gesunder, naturbelassener Äpfel.

Anbau traditioneller Obstsorten

Moderne Äpfel aus dem Supermarkt können sich stark von den traditionellen Sorten unterscheiden, die ältere Generationen kennen. Einige Regionen Deutschlands, wie das „Alte Land“ in Niedersachsen, sind bekannt für ihre traditionellen Apfelsorten. Diese Äpfel punkten durch einen unverkennbaren Geschmack und bieten zudem gesundheitliche und ökologische Vorzüge. Das Bewusstsein für den Wert des Anbaus heimischer Obstsorten sollte gestärkt werden, da hierbei nicht nur der Geschmack, sondern auch Umweltaspekte und die Biodiversität im Vordergrund stehen.

Die Erhaltung und Popularisierung alter einheimischer Apfelsorten sollte Priorität haben. Sie bieten nicht nur eine geschmackliche Vielfalt, sondern auch gesundheitliche Vorteile und können eine Option für Apfelallergiker darstellen. Es ist wichtig, diese Sorten zu bewahren und ihre Verbreitung zu unterstützen.

Apfelernte im Herbst

Alte Apfelsorten als Übersicht

1. Brettacher

  • Anbaugebiet: Hauptsächlich in Baden-Württemberg, Deutschland.
  • Geschmack: Kräftig und säuerlich.
  • Verwendung: Aufgrund seines robusten und säuerlichen Geschmacks oft in der Küche zum Kochen und Backen eingesetzt.

2. Elstar

  • Anbaugebiet: Ursprünglich aus den Niederlanden, mittlerweile in vielen europäischen Ländern verbreitet.
  • Geschmack: Süß mit einer leicht säuerlichen Note.
  • Verwendung: Beliebt für den Frischverzehr. Auch gut geeignet für Saft und Obstsalate.

3. Gloster

  • Anbaugebiet: Deutschland.
  • Geschmack: Fruchtig-säuerlich.
  • Verwendung: Hauptverwendung ist der Frischverzehr, aber auch in Säften beliebt.

4. Gravensteiner

  • Anbaugebiet: Ursprünglich aus Dänemark, heute in vielen Teilen Europas.
  • Geschmack: Saftig, süß-säuerlich mit einem angenehm würzigen Aroma.
  • Verwendung: Aufgrund seines ausgeprägten Aromas ideal für den Frischverzehr, aber auch für Apfelsaft und -mus.

5. Cox Orange

  • Anbaugebiet: Großbritannien.
  • Geschmack: Reichhaltig, süß mit einer leicht säuerlichen Note und Anklängen von Nüssen und Rosen.
  • Verwendung: Besonders schmackhaft als Frischverzehr, wird aber auch in Desserts und Kuchen verwendet.

6. Boskoop

  • Anbaugebiet: Niederlande.
  • Geschmack: Säuerlich mit einer festen Struktur.
  • Verwendung: Aufgrund seiner Säure besonders beliebt für Kuchen, Apfelkompott und Marmeladen.

7. Ontario

  • Anbaugebiet: Ursprünglich aus Nordamerika, mittlerweile auch in Europa verbreitet.
  • Geschmack: Süß mit einer milden Säure.
  • Verwendung: Ideal für den Frischverzehr sowie in Salaten.

8. Berlepsch

  • Anbaugebiet: Deutschland.
  • Geschmack: Fein-säuerlich und aromatisch.
  • Verwendung: Sowohl für den Frischverzehr als auch für die Verarbeitung in Säften und Desserts geeignet.

9. Weißer Winterglockenapfel

  • Anbaugebiet: Deutschland und Österreich.
  • Geschmack: Mild und süßlich.
  • Verwendung: Wegen seines milden Geschmacks vorwiegend für den Frischverzehr.

10. Goldparmäne

  • Anbaugebiet: Deutschland.
  • Geschmack: Fein-süß und nussig.
  • Verwendung: Wird frisch verzehrt und ist aufgrund seines feinen Aromas auch bei der Verarbeitung zu Kompotten und anderen Gerichten beliebt.
Apfelmus selbstgemacht - mit Zimt

Bekannte Anbau Gebiete in Deutschland

Deutschland hat eine lange Tradition im Apfelanbau und mehrere wichtige Anbaugebiete. Hier sind einige der größten und bekanntesten Apfelanbaugebiete des Landes:

  1. Das Alte Land: In Norddeutschland an der Süderelbe, südwestlich von Hamburg gelegen, ist das Alte Land das größte zusammenhängende Obstbau-Gebiet in Nordeuropa. Der Schwerpunkt liegt auf dem Apfelanbau.
  2. Bodensee-Region: Insbesondere das Gebiet rund um den Bodensee in Baden-Württemberg ist für seinen Obstanbau bekannt. Hier werden zahlreiche Apfelsorten in großer Menge produziert.
  3. Mainfranken: Die Region um Würzburg ist nicht nur für ihren Wein, sondern auch für ihre Äpfel bekannt. Das milde Klima bietet ideale Bedingungen für den Apfelanbau.
  4. Oberschwaben: Im Südosten von Baden-Württemberg gelegen, ist Oberschwaben eine weitere bedeutende Region für den Apfelanbau.
  5. Rheinland: Insbesondere entlang des Rheins zwischen Köln und Düsseldorf gibt es zahlreiche Obstplantagen, die sich auf den Anbau von Äpfeln spezialisiert haben.
  6. Saarland: Das Saarland besitzt ebenfalls bedeutende Obstbauflächen, von denen viele dem Apfelanbau gewidmet sind.

Diese Gebiete profitieren von einem günstigen Klima und jahrhundertelanger Tradition im Obstbau, was sie zu idealen Standorten für den Apfelanbau in Deutschland macht.

Apfelbaum im Garten – Hilfe bei der Auswahl deiner Sorte

Wenn du überlegst, einen Apfelbaum für deinen Garten zu kaufen, gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Hier eine Entscheidungshilfe:

  1. Fruchtfleisch: Möchtest du einen Apfel mit festem, knackigem Fruchtfleisch oder bevorzugst du saftigere, weichere Sorten? Einige Menschen lieben den Biss eines festen Apfels wie des ‚Braeburn‘, während andere die Saftigkeit des ‚Cox Orange‘ schätzen.
  2. Robustheit: Je nach Region und den spezifischen Bedingungen deines Gartens kann die Robustheit des Baumes entscheidend sein. Einige Apfelsorten sind resistenter gegenüber Krankheiten wie Apfelschorf oder Mehltau. Sorten wie ‚Resista‘ oder ‚Reglindis‘ sind für ihre Widerstandsfähigkeit bekannt.
  3. Winterhärte: In Gebieten mit strengen Wintern ist die Winterhärte eines Apfelbaums wichtig. Sorten wie ‚Alkmene‘ oder ‚Nordischer Rubin‘ sind für ihre Kältetoleranz bekannt und können in Regionen mit harten Wintern gedeihen.
  4. Reifezeit: Bedenke auch, wann du die Äpfel ernten möchtest. Es gibt frühreifende Sorten wie den ‚James Grieve‘ und spät reifende wie den ‚Topaz‘, die erst im Herbst geerntet werden.
  5. Verwendungszweck: Willst du den Apfel vor allem frisch essen, für Kuchen und Desserts verwenden oder ihn zu Saft und Mus verarbeiten? Manche Sorten sind vielseitiger als andere. Zum Beispiel eignet sich der ‚Boskoop‘ sowohl für den Frischverzehr als auch für die Verarbeitung.
  6. Wuchsform: Überlege, wie viel Platz du in deinem Garten hast. Es gibt sowohl Säulenäpfel, die sehr platzsparend wachsen, als auch traditionelle Hochstämme, die mehr Platz benötigen.

Zusammengefasst: Bei der Auswahl eines Apfelbaums für den Garten ist es wichtig, sowohl den eigenen Geschmack als auch die klimatischen und räumlichen Bedingungen zu berücksichtigen. Durch eine sorgfältige Auswahl kannst du sicherstellen, dass du in den kommenden Jahren viel Freude an deinem Baum und seinen Früchten haben wirst.

Apfelbaum im Garten

Wie lange sind Äpfel haltbar  – optimale Lagerung 

Äpfel können nach der Ernte im Keller je nach Sorte und Lagerbedingungen zwischen einigen Wochen bis zu mehreren Monaten gelagert werden. Bei optimalen Lagerbedingungen – kühl (ca. 4-7°C), dunkel, luftfeucht (ca. 85-90% relative Luftfeuchtigkeit) und gut belüftet – halten robuste Lageräpfel wie der Boskoop oder der Gravensteiner bis zu 4-6 Monate. 

Es ist wichtig, regelmäßig nachzusehen und faulende oder beschädigte Früchte zu entfernen, um eine längere Haltbarkeit der restlichen Äpfel zu gewährleisten.

FAQ zu alten Apfelsorten

Was sind alte Apfelsorten?

Alte Apfelsorten, oft auch als traditionelle oder historische Sorten bezeichnet, sind Apfelvarianten, die schon vor langer Zeit kultiviert wurden und oft spezifische regionale oder historische Bedeutungen haben.

Warum sind alte Apfelsorten wichtig?

Alte Apfelsorten repräsentieren die biologische Vielfalt und das kulturelle Erbe. Sie sind oft robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen und können spezifische Geschmacksprofile und gesundheitliche Vorteile bieten, die bei moderneren, industriell gezüchteten Sorten fehlen können.

Wo kann ich alte Apfelsorten kaufen?

Während einige alte Apfelsorten in größeren Supermärkten erhältlich sein können, sind regionale Bauernmärkte, Hofläden oder spezialisierte Baumschulen oft die besten Orte, um eine breite Auswahl an alten Sorten zu finden.

Wie schmecken alte Apfelsorten im Vergleich zu modernen?

 Jede Apfelsorte hat ihr eigenes einzigartiges Geschmacksprofil. Viele alte Sorten werden jedoch für ihre ausgeprägten, oft komplexeren Aromen geschätzt, die von süß über säuerlich bis würzig reichen können.

Sind alte Apfelsorten umweltfreundlicher?

Viele alte Apfelsorten sind an spezifische lokale Bedingungen angepasst und können daher mit weniger Pestiziden und Herbiziden auskommen. Dies kann sie zu einer umweltfreundlicheren Option im Vergleich zu manchen modernen Sorten machen.

Was sind einige Beispiele für alte Apfelsorten?

Einige bekannte alte Apfelsorten aus Deutschland sind z.B. der Gravensteiner, der Boskoop oder die Renette.

Kann ich alte Apfelsorten in meinem Garten anpflanzen?

Ja, viele alte Apfelsorten sind ideal für den Anbau im privaten Garten. Es ist jedoch ratsam, sich vor dem Kauf eines Baums über die spezifischen Anforderungen und Eigenschaften der gewählten Sorte zu informieren.

Wie kann ich zum Erhalt alter Apfelsorten beitragen?

Durch den Kauf und Verzehr alter Apfelsorten, die Unterstützung von Baumschulen und Landwirten, die sich auf alte Sorten spezialisiert haben, und die Anpflanzung alter Apfelsorten in Ihrem eigenen Garten können Sie zum Erhalt dieser wertvollen kulturellen und biologischen Ressourcen beitragen.

Alte Apfelsorten aus Norddeutschland

Apfelrezepte zum Kochen & Backen

Ab Ende September ist es soweit, reife Äpfel können gepflückt und gegessen werden. Stehst du gerade vor einem großen Haufen saftiger Äpfel und weisst nicht was damit tollen gezaubert werden kann? Für alle, die Äpfel und das Backen lieben, gibt es tolle Apfelrezepte auf dem Blog zu entdecken. 

Von Apfelkompott über Apfelpfannkuchen, Flammkuchen bis zu tollen Kuchen gibt es viele Ideen zum Kochen und Backen.

Hier die beliebtesten Apfelkuchen:

Apfelkuchen saftig und einfach - perfekt vom Blech
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Einfacher Apfelkuchen vom Blech – saftig und mega lecker

Dieser saftige Apfelkuchen ist absolut perfekt, denn er ist in nur wenigen Minuten zubereitet.
Du brauchst nur wenige Zutaten: statt mit Zimt wird der Blechkuchen mit Vanille zubereitet und schmeckt einfach unbeschreiblich gut. Er erinnert optisch an Butterkuchen, wird mit Mandeln und Puderzucker getoppt und macht absolut glücklich.

Kochutensilien

Zutaten

  • 5 Stück säuerliche Äpfel
  • 1 Zitrone
  • 2 Eier
  • 180 g Zucker du kannst natürlich auch weniger nehmen
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 TL Vanillepaste optional
  • 100 g Butter flüssig und leicht abgekühlt
  • 150 g Dinkelmehl
  • 2 TL Weinstein Backpulver
  • 100 ml Milch
  • etwas Butter und Mehl zum Fetten der Form alternativ Backpapier
  • nach Bedarf gehobelte Mandeln
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Anleitungen

  • Fette deine Form und bestäube sie mit etwas Mehl oder lege die Form bzw. das Blech mit Backpapier aus. Ich habe eine rechteckige Form verwendet mit den Maßen 20 x 34cm.
  • Schäle die Äpfel, viertel diese und entferne das Kerngehäuse. Schneide die Apfel in sehr dünne Scheiben oder nutze dazu einen Hobel, das geht viel schneller (pass dabei aber auf deine Finger auf). Presse den Saft der Zitrone aus und gib diesen direkt über die Apfelstücke, so dass sie nicht braun werden.
  • Schmilz die Butter in einem Topf und lasse sie leicht abkühlen.
  • Gib Eier, Vanillezucker und Zucker in eine Rührschüssel und rühre alles mit dem Handrührgerät cremig, so lange bis der Zucker sich gelöst hat und nicht mehr knirscht.
  • Gib nun Butter, Mehl, Backpulver und Milch hinzu rühre die Zutaten so kurz wie nötig unter. Die Apfelscheiben nun unterheben und den Teig in die vorbereitete Form/Blech geben.
  • Wer mag kann Mandeln auf den Kuchen geben und ihn anschließend bei 180°C Umluft ca. 45 Minuten backen. Der Apfelkuchen sollte schön goldbraun sein. Falls er zu dunkel wird, decke ihn mit etwas Alufolie oder ähnlichem ab.
  • Den Apfelkuchen vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Er schmeckt warm besonders gut, ist aber kalt auch ein absoluter Genuss. Du kannst dazu Sahne servieren – er schmeckt aber auch ohne Schlagsahne köstlich.

Video

Notizen

Probiere jetzt auch die neue Winter-Variante mit Marzipan, ab sofort findest du auch den Bratapfelkuchen auf dem Blog
Die Form entspricht in etwas einem halben Standard Backblech – verdopple die Zutaten um ein ganzes Blech zu backen.
Das Rezept findest du auch in meinem neuen Buch „Lieblingskuchen“ (verfügbar als ebook & Taschenbuch).
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